Eine Eigenjagd verkauft sich unter Jägern, nicht über ein Immobilienportal. Stellen Sie Ihr Revier kostenlos ein und erreichen Sie Käufer, die Fläche, Besatz und Zuschnitt einschätzen können.
Auf einem Immobilienportal wird eine Eigenjagd nach Fläche und Bodenwert bewertet. Wer hier sucht, sieht auch Besatz, Zuschnitt und Ansitzeinrichtungen – und zahlt dafür.
Sie zeichnen den Umriss des Reviers direkt auf der Satellitenkarte ein. Interessenten sehen Lage, Zuschnitt und Nachbarschaft, statt sie sich aus einer Flurstücksliste zusammenzureimen.
Die Angaben, nach denen ein Käufer als Erstes fragt, haben eigene Felder. Was in einem Immobilieninserat als Fließtext untergeht, ist hier filterbar.
Das Einstellen kostet nichts und Waidscout verdient nicht am Kaufpreis mit. Ob Sie zusätzlich einen Makler einschalten, bleibt Ihre Entscheidung.
Revier beschreiben, Grenzen auf der Karte einzeichnen, Kaufinteressenten erreichen.
Eine Eigenjagd ist keine gewöhnliche Immobilie. Ihr Wert liegt nur zum Teil im Boden – der Rest liegt im Jagdausübungsrecht, im Wildbestand, im Zuschnitt und in der Nachbarschaft. Genau diese Anteile bewertet ein allgemeiner Immobilienmarkt nicht, und deshalb kommen dort die falschen Interessenten zu einem zu niedrigen Preis.
Ein Eigenjagdbezirk entsteht nach § 7 BJagdG, wenn eine zusammenhängende land-, forst- oder fischereiwirtschaftliche Fläche von mindestens 75 Hektar in einer Hand liegt. Die Länder dürfen die Mindestgröße heraufsetzen, verbreitet sind Werte zwischen 75 und 130 Hektar. Auf dieser Fläche steht dem Eigentümer das Jagdausübungsrecht selbst zu – er ist niemandem gegenüber pachtpflichtig, gehört keiner Jagdgenossenschaft an und entscheidet über Hege, Abschuss und eine etwaige Verpachtung allein.
Der Zusammenhang ist das entscheidende Kriterium, nicht die Summe. Mehrere Parzellen von zusammen 90 Hektar, die sich nur an einer Ecke berühren oder durch fremdes Eigentum getrennt sind, ergeben keinen Eigenjagdbezirk. Wer verkauft, sollte das im Grundbuch und im Liegenschaftskataster belegen können – es ist die erste Frage jedes ernsthaften Käufers und die teuerste Überraschung, wenn sie sich spät als offen herausstellt.
Grob gesagt aus vier Teilen. Dem Bodenwert, je nach Nutzung als Acker, Grünland oder Wald, und der schwankt regional erheblich. Dem Aufwuchs, also dem stehenden Holz, das bei nennenswertem Waldanteil den größten Einzelposten stellen kann und ein forstliches Gutachten verdient. Dem jagdlichen Wert aus Wildarten, Besatz, Zuschnitt und Erreichbarkeit. Und dem Bestand an Einrichtungen: Kanzeln, Wildacker, Wege, Hütte, Kühlkammer.
Der jagdliche Wert ist der Teil, der sich am schwersten beziffern und am leichtesten belegen lässt. Abschusslisten der letzten Jahre, Fotos, eine ehrliche Einschätzung zur Verbisssituation – das sind die Unterlagen, die einen Preis tragen. Eine Eigenjagd mit lückenloser Abschussdokumentation verkauft sich zuverlässig besser als eine gleich große ohne, und der Unterschied liegt nicht am Revier, sondern daran, was ein Käufer nachprüfen kann.
Auf den Kaufpreis kommen für den Erwerber die Grunderwerbsteuer – je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 Prozent –, Notar und Grundbuchamt mit etwa 1,5 bis 2 Prozent sowie gegebenenfalls Gutachter- und Maklerkosten. In der Summe sind das schnell zehn Prozent, die ein Käufer von seinem Budget abzieht, bevor er ein Gebot abgibt. Das ist kein Argument gegen einen selbstbewussten Preis, aber es erklärt, warum Gebote regelmäßig unter der eigenen Erwartung liegen.
Drei Dinge müssen vor dem Inserat geklärt sein. Erstens ein laufender Jagdpachtvertrag: Er geht auf den Erwerber über, der das Revier bis zum Ende der Laufzeit also nicht selbst bejagen kann. Für einen Käufer, der genau das vorhat, ist eine Restlaufzeit von sieben Jahren ein Ausschlusskriterium – für einen, der Rendite sucht, ein Vorteil. Zweitens Rechte Dritter: Wegerechte, Leitungsrechte, Wasserrechte, Jagdgastvereinbarungen. Drittens öffentlich-rechtliche Bindungen wie Naturschutz- oder FFH-Gebiete, Waldumbauverpflichtungen oder laufende Förderungen mit Zweckbindungsfrist.
Nichts davon muss einen Verkauf verhindern. Aber alles davon kommt in der Due Diligence heraus, und was dort auftaucht statt in der Anzeige zu stehen, kostet Verhandlungsposition.
Der Käuferkreis ist klein und ziemlich klar umrissen: Jäger, die nach Jahren als Pächter oder Begehungsscheininhaber eigenständig werden wollen; benachbarte Eigentümer, die arrondieren und für die Ihr Revier deshalb überdurchschnittlich wertvoll ist; Forstbetriebe; und Kapitalanleger, für die Waldflächen ein Sachwert sind und die Jagd ein Nebenertrag.
Die Nachbarn sind dabei die Gruppe, die am häufigsten übersehen wird. Eine angrenzende Fläche schließt eine Lücke, verbessert den Zuschnitt und kann eine Eigenjagd erst entstehen lassen – was ein Nachbar bereit ist, dafür zu zahlen, liegt regelmäßig über dem allgemeinen Marktwert. Sprechen Sie diesen Kreis an, bevor Sie breit inserieren.
Bevor Sie inserieren, lohnt die Gegenrechnung. Eine Verpachtung bringt jährliche Einnahmen und lässt die Fläche in Ihrem Eigentum, mit allen Wertsteigerungen, die der Boden und der Aufwuchs über die Jahre mitnehmen. Ein Verkauf bringt einmalig Kapital und beendet jede Verpflichtung – Verkehrssicherung, Grundsteuer, Wildschadensfragen, die Verwaltung der Fläche. Wer die Eigenjagd geerbt hat, weit entfernt wohnt und keine jagdliche Bindung an das Revier hat, fährt mit dem Verkauf meist besser. Wer in der Region verwurzelt ist und die Fläche halten kann, sollte die Verpachtung wenigstens durchrechnen, bevor er einen einmaligen Betrag gegen eine dauerhafte Einnahme tauscht. Beides ist auf Waidscout möglich, und beides erreicht denselben Interessentenkreis.
Fläche und Aufteilung nach Wald, Feld und Sonstigem. Der Zuschnitt, am besten als eingezeichneter Umriss auf der Karte. Die Wildarten und der Besatz, belegbar. Bestehende Pachtverträge mit Restlaufzeit. Einrichtungen und deren Zustand. Und eine realistische Preisvorstellung: Eine Eigenjagd ohne Preis bekommt Anfragen von Leuten, die nur wissen wollen, was so etwas kostet, und keine von denen, die tatsächlich kaufen könnten.
Sie möchten sich erst ansehen, was andere anbieten? Eigenjagd auf Waidscout.
Ausführlicher im Ratgeber: Eigenjagd kaufen: Grunderwerbsteuer und Nebenkosten · Waldanteil und Forstwege: worauf zu achten ist