Eigenjagd kaufen: was Käufer über die Grunderwerbsteuer wissen sollten
Eine Eigenjagd ist keine Mitgliedschaft und kein Vertrag auf Zeit, sondern echtes Eigentum: eine zusammenhängende Fläche von mindestens 75 bis 130 Hektar, je nach Bundesland, die wie jede andere Immobilie gekauft und verkauft wird. Das bringt volle Entscheidungsfreiheit über Hege, Verpachtung und Bewirtschaftung — aber eben auch die Nebenkosten eines echten Grundstückskaufs.
Eine davon wird beim Budgetieren gerne übersehen: die Grunderwerbsteuer. Je nach Bundesland liegt sie zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises und wird zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis fällig. Bei einer Eigenjagd im sechsstelligen Bereich macht das schnell einen Unterschied im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich.
Anders als bei einer Immobilienfinanzierung im klassischen Sinne sind Käufer von Eigenjagden überwiegend Barzahler — die meisten Verkäufe laufen ohne klassische Bankfinanzierung. Das bedeutet, dass die Grunderwerbsteuer nicht über eine Finanzierung „mitlaufen“ kann, sondern direkt als zusätzliches Eigenkapital eingeplant werden muss.
Wer eine Eigenjagd ins Auge fasst, sollte deshalb frühzeitig beim zuständigen Finanzamt oder Notar den genauen Steuersatz für das jeweilige Bundesland erfragen und diesen fest in die Kalkulation aufnehmen — nicht erst kurz vor dem Notartermin.