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Freie Begehungsscheine in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind Begehungsscheine oft der einfachste Zugang zur Jagd – gerade außerhalb der touristischen Hochsaison an Küste und Seenplatte. Aktuelle Angebote aus dem ganzen Bundesland finden Sie im Folgenden.

Häufige Fragen zu Begehungsscheine in Mecklenburg-Vorpommern

Was ist ein Begehungsschein, und was darf ich damit?
Ein Begehungsschein gibt Ihnen das Recht, für einen vereinbarten Zeitraum in einem fremden Revier zu jagen, ohne selbst Pächter oder Eigentümer zu werden. Revierinhaber und Bewerber legen individuell fest, welches Wild bejagt werden darf, in welchen Teilen des Reviers und zu welchen Konditionen. Sie tragen dabei keine Verantwortung für das gesamte Revier und gehen auch keine langfristige vertragliche Bindung ein, anders als bei einer Jagdpacht. In einem Land mit so unterschiedlichen Landschaften wie Mecklenburg-Vorpommern erlaubt der Begehungsschein zudem, verschiedene Reviertypen kennenzulernen, bevor man sich auf eine Pacht oder eine Eigenjagd festlegt.
Wo in Mecklenburg-Vorpommern werden Begehungsscheine am ehesten frei?
In der Mecklenburgischen Seenplatte und rund um die Müritz-Region, wo Reviere oft großflächig zugeschnitten sind, sind Revierinhaber besonders häufig auf zusätzliche Jäger angewiesen. In Vorpommern werden Begehungsscheine oft gezielt für die Bejagung von Niederwild oder zur Regulierung von Schwarzwild in landwirtschaftlichen Randbereichen vereinbart. Auf Rügen und am Darß hängt die Verfügbarkeit stark von der Saison ab: Außerhalb der touristischen Hauptzeit finden sich hier deutlich bessere Chancen. Wer auch ruhigere Landkreise wie den Landkreis Ludwigslust-Parchim in Betracht zieht, statt sich auf die bekanntesten Küstenregionen zu konzentrieren, hat insgesamt bessere Aussichten.
Worauf sollte ich vor der Zusage achten?
Klären Sie vor der Zusage genau, für welches Wild, welchen Zeitraum und welche Teile des Reviers der Begehungsschein gilt. Fragen Sie außerdem nach der im Vertrag festgelegten Wildschadensregelung, die gerade in den landwirtschaftlich geprägten Teilen des Landes häufig relevant wird. Prüfen Sie den Zustand vorhandener Ansitzeinrichtungen und klären Sie, ob Sie diese mitnutzen dürfen oder eigene mitbringen müssen. In touristisch geprägten Regionen wie Rügen oder der Seenplatte lohnt sich zudem die Frage, ob und wie stark der Tourismus in der Hauptsaison die Bejagung einschränkt. Halten Sie alle getroffenen Absprachen möglichst schriftlich fest.
Was erwartet ein Revierinhaber in Mecklenburg-Vorpommern von einem Bewerber?
Wichtiger als große Ankündigungen ist eine realistische Einschätzung der eigenen Zeit: Wer regelmäßig anreisen kann und dies auch tatsächlich tut, wird deutlich mehr geschätzt als jemand mit vagen Zusagen. Konkrete Erfahrung mit den vor Ort relevanten Wildarten, etwa Rotwild, Schwarzwild oder Niederwild, schafft zusätzliches Vertrauen. In touristisch geprägten Regionen erwarten Revierinhaber zudem Verständnis für saisonale Besonderheiten, etwa erhöhtes Aufkommen von Wanderern oder Wassersportlern im Sommer. Wer sich flexibel zeigt und auch außerhalb der Hauptsaison ansitzt, wird als verlässlicher Partner wahrgenommen. Ein persönliches Kennenlernen vor Ort überzeugt fast immer mehr als jede schriftliche Bewerbung.

Wann und wo Begehungsscheine frei werden

Ein Begehungsschein ist in Mecklenburg-Vorpommern für viele Jäger der naheliegendste Einstieg, weil er ohne den größeren Aufwand einer Jagdpacht oder Eigenjagd auskommt. Gerade in einem Land mit so unterschiedlichen Landschaften – von den Wäldern der Seenplatte über die Agrarflächen Vorpommerns bis zu den Küstenrevieren an der Ostsee – lässt sich mit einem Begehungsschein zunächst herausfinden, welche Region und welche Wildart tatsächlich am besten zu den eigenen Vorstellungen passen, bevor eine langfristigere Entscheidung ansteht. Für Jäger, die berufsbedingt nicht ganzjährig Verantwortung für ein Revier tragen können, bleibt der Begehungsschein deshalb oft die realistischste Option, überhaupt regelmäßig zur Jagd zu kommen.

Wie leicht sich ein Begehungsschein finden lässt, hängt in Mecklenburg-Vorpommern stark von der Jahreszeit und der Region ab. In den touristisch geprägten Küstenstreifen sind Revierinhaber im Sommer oft ausgelastet mit Gästen und weniger ansprechbar, während sich im Herbst und Winter deutlich leichter Gespräche ergeben. Der direkte Weg führt meist über die örtliche Jägerschaft: Kreisgruppen des Landesjagdverbands, Hegeringe und gemeinschaftliche Ansitze bieten die beste Gelegenheit, Revierinhaber persönlich kennenzulernen. In den ruhigeren Regionen abseits der Küste ist diese Vernetzung oft schneller möglich, weil die Jägerschaft dort überschaubarer und persönlicher organisiert ist.

Mecklenburgische Seenplatte

Die Mecklenburgische Seenplatte mit ihren zahlreichen Seen und ausgedehnten Wäldern gehört zu den Regionen, in denen Begehungsscheine noch vergleichsweise leicht zu finden sind, schlicht weil viele Reviere allein kaum vollständig zu bejagen sind. Rotwild, Rehwild und Schwarzwild sind hier durchgängig vertreten. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte suchen Revierinhaber regelmäßig zuverlässige Unterstützung, gerade für die Bejagung von Schwarzwild in den ausgedehnten Waldgebieten. Wer bereit ist, sich auf lange Anfahrten und eine wasserreiche, weitläufige Landschaft einzustellen, findet hier gute Aussichten auf einen Begehungsschein, besonders außerhalb der touristischen Hauptsaison. Auch die Zusammenarbeit mit Anglern und Wassersportlern gehört hier zum Alltag, was zusätzliche Kommunikationsbereitschaft von neuen Jägern verlangt.

Vorpommern

Vorpommern im Osten des Landes ist geprägt von weiten Agrarflächen mit eingestreuten Wäldern, ideal für die Bejagung von Niederwild und Schwarzwild in den landwirtschaftlichen Randzonen. Weil viele Reviere hier zu Betrieben gehören, die selbst nicht aktiv jagen, sind Revierinhaber offen dafür, zusätzliche Jäger für einzelne Wildarten aufzunehmen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist die Nachfrage insgesamt geringer als an der touristisch stärker erschlossenen Küste, was die Chancen auf einen Begehungsschein deutlich verbessert. Wer eine reine Feldjagd auf Niederwild sucht, findet in Vorpommern eine der zugänglicheren Regionen des Landes. Auch die Nähe zur polnischen Grenze sorgt für weitläufige, wenig frequentierte Flächen, in denen sich neue Kontakte oft besonders schnell entwickeln.

Müritz-Region

Die Müritz-Region verlangt mit ihren Wäldern, Mooren und Feuchtgebieten eine besondere Art der Bejagung, die viele Revierinhaber nicht allein bewältigen können. Wasserwild spielt hier eine größere Rolle als in den meisten anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, ergänzt um Rotwild, Rehwild und Schwarzwild in den Waldgebieten. Wegen der touristischen Bedeutung der Region ist die Konkurrenz um Begehungsscheine in Ufernähe spürbar höher als in den ruhigeren Waldgebieten etwas abseits des Sees. Wer Erfahrung mit Wasserwild mitbringt oder bereit ist, sich darauf einzulassen, findet in der Müritz-Region eine der anspruchsvolleren, aber auch lohnenderen Adressen.

Darß

Der Darß an der Ostseeküste verlangt Revierinhabern wegen der Nähe zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft besonderes Fingerspitzengefühl ab, weshalb zusätzliche, erfahrene Jäger hier gefragt sind. Rehwild und Schwarzwild prägen die Reviere, ergänzt um Rotwild in den größeren Waldgebieten. Die touristische Beliebtheit der Region sorgt außerhalb der Sommermonate für deutlich bessere Chancen auf einen Begehungsschein als in der Hauptsaison. Wer sich für den Darß interessiert, sollte frühzeitig Kontakte zur örtlichen Jägerschaft und zu den zuständigen Forstämtern aufbauen und sich vorab über die Besonderheiten des Schutzgebiets informieren. Wer diese Rücksichtnahme mitbringt, wird von Revierinhabern hier besonders geschätzt.

Rügen

Rügen als größte deutsche Insel ist im Sommer touristisch stark frequentiert, was die Bejagung mancher Reviere zeitweise erschwert und Revierinhaber dazu bringt, gezielt nach flexiblen Jägern zu suchen. Rehwild und Schwarzwild sind die häufigsten Wildarten, ergänzt um Niederwild in den offeneren Agrarflächen im Inselinneren. Wer bereit ist, außerhalb der Hauptsaison anzureisen und sich auf kurzfristige Ansitze einzulassen, hat auf Rügen bessere Chancen als jemand, der nur im Sommer verfügbar ist. Auch das ruhigere Hinterland der Insel, abseits der bekannten Kreideküste, bietet Gelegenheiten mit deutlich weniger Konkurrenz. Wer sich zusätzlich mit den Gezeiten und den Erntezeiten der umliegenden Höfe vertraut macht, wird von Revierinhabern als kompetenter Partner wahrgenommen.

So gehen Sie am besten vor

Wer in Mecklenburg-Vorpommern einen Begehungsschein sucht, sollte die Jahreszeit mitdenken: Herbst und Winter bringen in den touristisch geprägten Regionen deutlich mehr Gesprächsbereitschaft bei Revierinhabern als die Sommermonate. Legen Sie sich auf ein bis zwei Regionen fest, statt das ganze Bundesland gleichzeitig zu durchsuchen, und bauen Sie dort über Hegeschauen, Kreisgruppen des Landesjagdverbands oder gemeinschaftliche Ansitze persönliche Kontakte auf. Wer auch ruhigere Landkreise wie den Landkreis Ludwigslust-Parchim abseits der bekannten Küstenregionen in Betracht zieht, trifft häufig auf weniger Konkurrenz. Zeigen Sie in Gesprächen konkret, welche Zeit Sie mitbringen und für welche Wildarten Sie sich interessieren. Aktuelle Begehungsscheine aus ganz Mecklenburg-Vorpommern finden Sie gebündelt in den Angeboten auf Waidscout.

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