Zwischen Saargau, Bliesgau und Hochwald bietet das Saarland auf kleinem Raum drei Wege zu einem eigenen Revier: Begehungsschein, Jagdpacht und Eigenjagd. Passende Angebote aus dem ganzen Saarland finden Sie im Folgenden.
Das Saarland ist flächenmäßig das kleinste deutsche Flächenland, bietet aber auf engstem Raum eine überraschende Vielfalt an Landschaften: die ausgedehnten Wälder des Hochwaldes im Osten, die ehemaligen Bergbauflächen und jungen Mischwälder des Warndt im Westen sowie die offeneren, landwirtschaftlich geprägten Regionen Saargau und Bliesgau im Süden. Wer eine Jagdgelegenheit sucht, kann zwischen Begehungsschein, Jagdpacht und Eigenjagd wählen, je nachdem, wie viel Zeit, Verantwortung und Kapital investiert werden sollen. Diese Vielfalt auf kleinem Raum macht das Saarland sowohl für Jäger interessant, die Rotwild oder Schwarzwild in dichten Wäldern bevorzugen, als auch für alle, die eher an offener Feldjagd auf Niederwild interessiert sind. Weil sich die vier Regionen in kurzer Fahrzeit erreichen lassen, muss sich niemand von vornherein auf eine einzige Landschaft festlegen.
Die geografische Nähe zu Frankreich und Luxemburg prägt die saarländische Jägerschaft spürbar: Grenzüberschreitende Kontakte und ein reger fachlicher Austausch sind hier keine Seltenheit, was Neueinsteigern zusätzliche Anknüpfungspunkte bietet. Wer sich für eine bestimmte Region entscheidet, sollte diese möglichst persönlich besuchen, bevor konkrete Gespräche beginnen, denn die kurzen Wege im Saarland erlauben es, an einem Wochenende mehrere Reviere zu besichtigen. Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes e.V. veröffentlicht regelmäßig Termine für Hegeschauen und gemeinsame Ansitze, bei denen sich neue Kontakte am ehesten ergeben. Wer diese Termine gezielt nutzt, kommt im Saarland oft schneller zum Ziel als in größeren Flächenländern. Auch der Austausch mit Forstämtern und landwirtschaftlichen Betrieben gehört hier zum festen Bestandteil einer erfolgreichen Suche, da viele Flächen eng mit angrenzender Landwirtschaft verzahnt sind.
Der Hochwald im Osten des Saarlandes gehört mit seinen ausgedehnten, oft dicht bewaldeten Hochlagen zu den wildreichsten Regionen des Bundeslandes. Rotwild, Rehwild und Schwarzwild sind hier durchgängig vertreten, was entsprechend erfahrene Jäger verlangt. Im Landkreis Sankt Wendel, der einen Großteil der Region abdeckt, wechseln Reviere und Begehungsscheine regelmäßig den Inhaber, gerade weil die großflächigen Reviere selten allein zu bewirtschaften sind. Wer sich auf lange Ansitzzeiten in ausgedehnten Waldgebieten einstellen kann, findet im Hochwald eine der anspruchsvolleren, aber auch lohnenderen Jagdregionen des Saarlandes. Kontakte zu den zuständigen Forstämtern verschaffen hier oft einen zusätzlichen Vorsprung gegenüber der reinen Anzeigensuche.
Der Warndt im Westen des Saarlandes trägt noch heute die Spuren des früheren Bergbaus: Junge Mischwälder haben sich auf ehemaligen Abbauflächen entwickelt und bieten inzwischen ein eigenständiges, artenreiches Wildbild. Schwarzwild und Rehwild sind hier besonders häufig vertreten, ergänzt um vereinzeltes Niederwild in den offeneren Randbereichen. Die Nähe zu Frankreich prägt die Region zusätzlich mit einer international durchmischten Jägerschaft. Wer sich für eine ungewöhnliche Mischung aus Industriegeschichte und junger Wildnis interessiert, findet im Warndt eine der eigenständigsten Jagdlandschaften des Saarlandes. Weil die Region touristisch weniger bekannt ist als andere Teile des Saarlandes, ist die Nachfrage nach Jagdgelegenheiten hier vergleichsweise gering.
Der Saargau im Südwesten ist geprägt von offenen, landwirtschaftlich genutzten Hügellandschaften, die sich besonders für die Bejagung von Niederwild und Schwarzwild eignen. Der Saarpfalz-Kreis, der Teile der Region abdeckt, ist bei Jägern für seine kleinteiligen, oft familiär geführten Jagdgenossenschaften bekannt. Weil viele Flächen zu landwirtschaftlichen Betrieben gehören, die selbst nicht jagen, sind Revierinhaber hier häufig offen für zusätzliche Jäger. Wer eine reine Feldjagd sucht und Wert auf persönliche Kontakte zu den ortsansässigen Landwirten legt, findet im Saargau eine der zugänglicheren Regionen des Saarlandes. Auch die Nähe zu Frankreich und Luxemburg sorgt hier für eine international durchmischte Jägerschaft mit vielfältigen Kontakten.
Der Bliesgau im Südosten ist als Biosphärenreservat bekannt und verbindet naturnahe Wälder mit offenen Wiesen- und Ackerlandschaften entlang der Blies. Rehwild und Niederwild prägen die Reviere, ergänzt um Schwarzwild in den angrenzenden Waldgebieten. Im Landkreis Merzig-Wadern, der Teile des Bliesgaus berührt, sind Reviere aufgrund des Status als Biosphärenreservat mit besonderen naturschutzrechtlichen Rücksichten verbunden. Wer sich für den Bliesgau interessiert, sollte sich frühzeitig mit den zuständigen Behörden und der örtlichen Jägerschaft vernetzen, um die Besonderheiten der Region kennenzulernen. Auch der sanfte Tourismus rund um das Biosphärenreservat verlangt von Jägern zusätzliche Rücksicht auf Wanderer und Radfahrer, besonders an Wochenenden.
Bevor Sie sich im Saarland auf die Suche begeben, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die eigenen Prioritäten: dichter Wald, ehemalige Bergbauflächen oder offenes Agrarland prägen die vier Regionen sehr unterschiedlich. Weil das Saarland so kompakt ist, lassen sich mehrere Regionen oft an einem einzigen Wochenende besichtigen, was den Vergleich erheblich erleichtert. Kontakte zur Vereinigung der Jäger des Saarlandes e.V., zu Jagdgenossenschaften und zu Forstämtern bringen meist schneller Ergebnisse als das reine Durchsuchen von Anzeigen. Wer auch den Landkreis Sankt Wendel oder den Saarpfalz-Kreis abseits der bekanntesten Namen in Betracht zieht, umgeht oft die stärkste Konkurrenz. Aktuelle Begehungsscheine, Jagdpachten und Eigenjagden aus dem ganzen Saarland finden Sie gebündelt in den Angeboten auf Waidscout.
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Ausführlicher im Ratgeber: Begehungsschein: der Einstieg für Jungjäger · Wildschadensersatz: wofür Pächter haften