Zwischen Eifel, Hunsrück und Pfälzerwald bietet Rheinland-Pfalz drei unterschiedliche Wege zu einem eigenen Revier, je nach verfügbarer Zeit und Budget. Passende Angebote aus dem ganzen Bundesland finden Sie im Folgenden.
56068 Koblenz · 450 ha
Entgeltlich
Eigenjagd54595 Gondenbrett · 96 ha
685.000 €
Begehungsschein56864 Bad Bertrich · 225 ha
Gegen Hegebeitrag
54634 Birtlingen · 380 ha
Entgeltlich
Rheinland-Pfalz vereint auf engem Raum eine ungewöhnliche Bandbreite an Landschaften: die bewaldeten Mittelgebirge von Eifel, Hunsrück und Westerwald, die offenen Rebflächen Rheinhessens und den zusammenhängenden Pfälzerwald im Süden. Wer eine Jagdgelegenheit sucht, kann zwischen Begehungsschein, Jagdpacht und Eigenjagd wählen, je nachdem, wie viel Zeit, Verantwortung und Kapital investiert werden sollen. Diese landschaftliche Vielfalt macht Rheinland-Pfalz sowohl für Jäger interessant, die Rotwild oder Schwarzwild in dichten Wäldern bevorzugen, als auch für alle, die eher an offener Feldjagd auf Niederwild interessiert sind.
Anders als in vielen anderen Bundesländern ist die Jägerschaft in Rheinland-Pfalz stark durch kleinteilige Strukturen geprägt: Viele Reviere gehören zu Jagdgenossenschaften einzelner Gemeinden, deren Vorstände oft direkt vor Ort ansprechbar sind. Ein persönliches Gespräch bei einer Hegeschau oder einem gemeinschaftlichen Ansitz bringt hier häufig schneller Ergebnisse als eine schriftliche Bewerbung ohne Vorkontakt. In den Weinbauregionen rund um Rheinhessen lohnt sich zusätzlich der Austausch mit Winzern, die als Flächeneigentümer oft mitentscheiden, wer künftig auf ihren Flächen jagt. Wer sich Zeit für diesen Netzwerkaufbau nimmt, kommt in Rheinland-Pfalz meist schneller zum Ziel als über reine Anzeigenrecherche. Wer sich zudem an regionalen Hegeringtreffen beteiligt, lernt oft innerhalb weniger Monate mehr Revierinhaber kennen als über Monate reiner Online-Recherche.
Die Eifel gehört mit ihren ausgedehnten Mischwäldern und den vulkanischen Kuppen der Vulkaneifel zu den wildreichsten Regionen im Nordwesten von Rheinland-Pfalz. Rehwild und Schwarzwild sind hier durchgängig vertreten, in den höheren Lagen kommt stellenweise auch Rotwild vor. Der Landkreis Vulkaneifel und der Landkreis Bitburg-Prüm decken zusammen einen Großteil der Region ab und bieten je nach Lage sehr unterschiedliche Reviertypen, von dichten Fichtenforsten bis zu offenen Kuppenlandschaften. Wer sich für die Eifel interessiert, sollte sich auf lange Anfahrtswege in ländliche, oft grenznahe Regionen einstellen, findet dort aber vergleichsweise zugängliche Reviere.
Der Hunsrück ist geprägt von geschlossenen Waldgebieten und tief eingeschnittenen Bachtälern, die ideale Bedingungen für Rehwild und Schwarzwild bieten. Der Rhein-Hunsrück-Kreis, der den größten Teil der Region umfasst, ist bei Jägern für seine Vielzahl kleinerer, gemeinschaftlich verwalteter Reviere bekannt. Auch im angrenzenden Landkreis Cochem-Zell entlang der Mosel prägen steile Weinberghänge und Wald im Wechsel das Landschaftsbild, was ungewöhnliche Reviermischungen ergibt. Weil viele Flächen zu Jagdgenossenschaften einzelner Ortsgemeinden gehören, lohnt sich hier besonders der direkte Kontakt zu den örtlichen Vorständen. Wer eine ruhige, waldreiche Region abseits der bekannten Ballungsräume sucht, findet im Hunsrück eine der zugänglicheren Gegenden von Rheinland-Pfalz.
Der Westerwald verbindet Waldgebiete mit offenerem Grünland und bietet dadurch eine größere Bandbreite an Wildarten als die reinen Waldregionen weiter südlich. Neben Rehwild und Schwarzwild kommt hier regelmäßig auch Niederwild vor, insbesondere in den landwirtschaftlich geprägten Randzonen. Die Nähe zu Nordrhein-Westfalen und Hessen sorgt für eine vergleichsweise durchmischte Jägerschaft, was den Einstieg über persönliche Kontakte erleichtert. Wer sich auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Wald und Feld einlässt, findet im Westerwald oft leichter Anschluss als in den touristisch stärker frequentierten Regionen im Süden. Auch der Austausch mit Landwirten, deren Höfe an die Waldränder grenzen, gehört hier zum festen Bestandteil einer erfolgreichen Suche.
Rheinhessen unterscheidet sich landschaftlich deutlich vom Rest des Bundeslandes: Statt geschlossener Wälder dominieren hier Weinberge und offene Ackerflächen, auf denen vor allem Niederwild und Schwarzwild bejagt werden. Die enge Verzahnung von Landwirtschaft und Jagd macht den Kontakt zu Winzern und landwirtschaftlichen Betrieben zu einem zentralen Baustein bei der Suche nach einer Jagdgelegenheit. Weil Wildschäden an Reben wirtschaftlich besonders spürbar sind, sind Flächeneigentümer hier oft aktiv auf der Suche nach zuverlässigen Jägern. Wer Erfahrung mit reiner Feldjagd mitbringt, findet in Rheinhessen eine der eigenständigsten Jagdlandschaften des Bundeslandes. Gerade zur Erntezeit im Spätsommer und Herbst steigt die Nachfrage nach zuverlässigen Jägern für die Schwarzwildbejagung spürbar an.
Der Pfälzerwald zählt zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Deutschlands und bietet entsprechend große, oft anspruchsvolle Reviere mit Rotwild, Rehwild und Schwarzwild. Die schiere Größe der Region sorgt dafür, dass einzelne Reviere nur selten vollständig allein bewirtschaftet werden können, was gerade für Begehungsscheine gute Voraussetzungen schafft. Die Nähe zur französischen Grenze prägt Teile der Region zusätzlich mit weitläufigen, wenig frequentierten Waldflächen. Wer sich auf ausgedehnte Waldgebiete und entsprechend lange Ansitzzeiten einstellen kann, findet im Pfälzerwald eine der forstlich geprägtesten Regionen von Rheinland-Pfalz. Kontakte zu den zuständigen Forstämtern verschaffen hier oft einen Vorsprung gegenüber der reinen Anzeigensuche.
Bevor Sie sich in Rheinland-Pfalz auf die Suche begeben, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die eigenen Prioritäten: dichter Wald, offenes Weinland oder eine Mischung aus beidem prägen die Landesteile sehr unterschiedlich. Kontakte zur Kreisgruppe des Landesjagdverbands, zu Jagdgenossenschaften und zu Forstämtern bringen meist schneller Ergebnisse als das reine Durchsuchen von Anzeigen. Wer auch weniger bekannte Landkreise wie den Landkreis Bitburg-Prüm oder den Landkreis Vulkaneifel in Betracht zieht, umgeht oft die stärkste Konkurrenz um die bekanntesten Reviere. Wer sich auf mehr als eine Region gleichzeitig einlässt, erhöht die eigenen Chancen zusätzlich, gerade in einem so vielfältigen Bundesland. Aktuelle Begehungsscheine, Jagdpachten und Eigenjagden aus ganz Rheinland-Pfalz finden Sie gebündelt in den Angeboten auf Waidscout.
Bundesweit: Alle Jagdgelegenheiten in Deutschland.
Ausführlicher im Ratgeber: Begehungsschein: der Einstieg für Jungjäger · Wildschadensersatz: wofür Pächter haften