WaidscoutWaidscout

Drückjagden in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Drückjagd-Termine finden Sie hier gebündelt.

Häufige Fragen zu Drückjagden in Schleswig-Holstein

Was ist ein Knick, und warum ist er für die Jagd in Schleswig-Holstein wichtig?
Ein Knick ist eine jahrhundertealte, dicht bewachsene Wallhecke, die ursprünglich als Wind- und Weideschutz zwischen Feldern angelegt wurde und bis heute das Landschaftsbild weiter Teile Schleswig-Holsteins prägt. Weil es in Regionen wie Dithmarschen oder auf Eiderstedt kaum zusammenhängenden Wald gibt, übernehmen die Knicks dort die Funktion der Waldkante: Sie bieten Wild Deckung und dienen als natürliche Leitlinien für Treiber und Hunde. Eine Drückjagd folgt hier deshalb oft dem Verlauf der Hecken statt dem Rand eines Forsts.
Warum besteht ein Jagdtag im Knickland aus so vielen kurzen Trieben?
Weil Knicks im Vergleich zu einem geschlossenen Wald schmal und oft nur wenige hundert Meter lang sind, lässt sich jeweils nur ein kurzer Abschnitt sinnvoll bejagen, bevor die nächste Kreuzung oder Feldgrenze erreicht ist. Statt weniger langer Treiben durch großen Forst folgen deshalb viele kurze Treiben entlang einzelner Heckenzüge aufeinander, mit häufigerem Standwechsel für die Schützen. Wer Ausdauer für viele kleine Abschnitte statt eines langen Triebs mitbringt, kommt in Dithmarschen oder auf Eiderstedt gut zurecht.
Warum werden Knicks regelmäßig zurückgeschnitten, und was hat das mit der Jagd zu tun?
Damit ein Knick dicht und als Deckung brauchbar bleibt, wird er alle zehn bis fünfzehn Jahre bodennah „auf den Stock gesetzt“ und treibt danach buschig neu aus. Diese jahrhundertealte Pflegepraxis ist Teil des Kulturerbes Schleswig-Holsteins und beeinflusst direkt, wie dicht ein Revier bejagt werden kann: Ein frisch geschnittener Knick bietet zunächst wenig Deckung, ein alter, dichter dagegen sehr viel. Reviere planen ihre Drückjagden deshalb auch mit Blick auf den Pflegezustand der Hecken.
Listet Waidscout auch Termine von den Nordseeinseln und aus dem Binnenland?
Ja, Waidscout zeigt Termine aus ganz Schleswig-Holstein, von den Marschgebieten an der Nordsee bis zur Holsteinischen Schweiz im Landesinneren. Jeder Eintrag verlinkt über „Zum Anbieter“ direkt zur Ausschreibung des Veranstalters, bei dem Anmeldung und Zahlung stattfinden. Waidscout selbst sortiert und zeigt lediglich, was angeboten wird, ohne eigene Plätze zu vermitteln oder Buchungen entgegenzunehmen, unabhängig davon, wie abgelegen das Revier liegt.

Drückjagden in Schleswig-Holstein: Knicks statt Wald, und was das für den Jagdtag bedeutet

Schleswig-Holstein ist das einzige deutsche Bundesland, das sowohl an die Nordsee als auch an die Ostsee grenzt, und dazwischen liegt eine Landschaft, die von beiden Meeren geprägt ist: flach, windig und über weite Strecken fast baumlos, mit einer eigenen Antwort darauf, wo Wild sich überhaupt verstecken kann.

Wo der Knick den Wald ersetzt

Weite Teile Schleswig-Holsteins, allen voran die Marsch in Dithmarschen und auf der Halbinsel Eiderstedt, sind praktisch waldfrei und liegen streckenweise unterhalb des Meeresspiegels, geschützt nur durch Deiche. Deckung für Wild bieten hier nicht Wälder, sondern Knicks: die charakteristischen, jahrhundertealten Wallhecken, die als Wind- und Weidezäune die Felder durchziehen und heute ein engmaschiges Netz aus schmalen grünen Korridoren bilden. Ganz anders zeigt sich die Holsteinische Schweiz im Osten, mit ihren von der letzten Eiszeit geformten Hügeln, Wäldern und Seen, die dem Landstrich seinen Namen gaben. Im Kreis Herzogtum Lauenburg im Süden schließlich reicht zusammenhängender Wald bis an die Grenze zu Niedersachsen, und eine Drückjagd dort ähnelt eher dem, was Gäste aus anderen Bundesländern gewohnt sind.

Ein Kulturerbe, das bis in die Jagd hineinreicht

Die Knicks Schleswig-Holsteins sind mehr als praktische Feldbegrenzungen: Sie zählen zu den prägendsten Kulturlandschaften Norddeutschlands und werden seit Generationen von den Eigentümern gepflegt und regelmäßig „auf den Stock gesetzt“, also bodennah zurückgeschnitten, damit sie dicht nachwachsen. Für die Jagd sind sie damit nicht nur Deckung, sondern auch gelebte Tradition, die Landwirtschaft und Weidwerk seit Jahrhunderten miteinander verbindet. In Angeln im Norden des Landes gehört das Netz aus Knicks und kleinen Gehöften zum vertrauten Landschaftsbild jeder Einladung.

Warum ein Jagdtag im Knickland aus vielen kurzen Trieben besteht

Wo Knicks statt geschlossenem Wald die Deckung stellen, sieht auch der Ablauf einer Drückjagd anders aus. Statt weniger großer Treiben durch einen zusammenhängenden Forst führen Hundeführer ihre Meute oft entlang einzelner Knickreihen, während Schützen an den Kreuzungspunkten mehrerer Hecken postiert werden. Ein Jagdtag in Dithmarschen oder auf Eiderstedt besteht deshalb häufig aus vielen kurzen Trieben statt weniger langer, und die Stände wechseln zwischen den Trieben öfter als anderswo. In der waldreicheren Holsteinischen Schweiz dagegen ähnelt der Ablauf eher dem klassischen Bild aus Ansitz und Stöberjagd in geschlossenem Wald, mit weniger, dafür längeren Trieben und selteneren Standwechseln.

Bundesweit: Alle Drückjagd-Termine in Deutschland.

Weitere Jagdmöglichkeiten in Schleswig-Holstein

Drückjagden in den Nachbarländern