Niedersachsen im Überblick: alle aktuellen Drückjagd-Termine an einem Ort.
Niedersachsen ist nach Bayern das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland und erstreckt sich von der Nordseeküste bis in den Harz, mit weit über zweihundert Kilometern Luftlinie dazwischen. Kaum ein anderes Bundesland vereint auf dieser Distanz so unterschiedliche Landschaften wie das flache Moorland im Nordwesten und das echte Mittelgebirge im Süden, und wer beide an einem Wochenende bejagen will, braucht dafür fast einen ganzen Tag allein für die Fahrt.
Das Emsland im Nordwesten ist von ehemaligen Hochmooren und weiten, windoffenen Ackerflächen geprägt, in denen Deckung oft nur aus schmalen Feldgehölzen oder Wallhecken besteht. Die Lüneburger Heide weiter östlich zeigt mit ihren sandigen Böden und offenen Heideflächen ein drittes, wieder anderes Bild. Erst im Süden, im Weserbergland und im Solling, wird das Land hügelig und stärker bewaldet, und im Harz erreicht Niedersachsen mit dem Wurmberg bei Braunlage schließlich sein einziges echtes Mittelgebirge, mit Hängen und Höhen, wie sie im Rest des Landes fehlen.
Niedersachsen zählt zu den größten Agrarproduzenten Deutschlands, mit ausgedehnten Mais- und Getreideflächen etwa rund um Uelzen oder im Wendland. Schwarzwild findet in diesen Kulturen reichlich Nahrung und Deckung zugleich, und ein einziges Rudel kann in kurzer Zeit erhebliche Ertragsausfälle verursachen. Auf den sandigen Böden der Lüneburger Heide kommen zudem Schäden am Grünland hinzu, wenn Rotten auf der Suche nach Engerlingen und Würmern ganze Flächen umbrechen. Drückjagden dienen deshalb in weiten Teilen des Landes ebenso der Schadensbegrenzung wie dem eigentlichen Weidwerk, besonders in den Wochen vor der Ernte.
Der Solling bildet mit seinen geschlossenen Buchen- und Fichtenwäldern eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Niedersachsens, und die Landesforsten richten dort regelmäßig große, revierübergreifende Drückjagden aus. Im Harz hat der Borkenkäfer nach mehreren trockenen Sommern zusätzlich ganze Fichtenbestände absterben lassen, wodurch weite, offene Kahlflächen entstanden sind. Diese veränderte Landschaft verlangt oft mehr Schützen und eine andere Standverteilung als der frühere geschlossene Wald, weil das Wild weniger natürliche Deckung findet und sich offener bewegt. Manche Reviere im Harz haben ihre Jagden deshalb räumlich und personell deutlich ausgeweitet, und aus einer früher überschaubaren Ansitzdrückjagd ist mancherorts eine mehrere Reviere umfassende Bewegungsjagd geworden.
Bundesweit: Alle Drückjagd-Termine in Deutschland.