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Jagdgelegenheiten in Brandenburg

Begehungsschein, Jagdpacht oder Eigenjagd: Brandenburg bietet alle drei Wege ins eigene Revier, von der Uckermark bis zum Spreewald. Alle aktuellen Angebote dazu finden Sie im Anschluss.

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Häufige Fragen zu Jagdgelegenheiten in Brandenburg

Welche Jagdgelegenheiten gibt es in Brandenburg?
Brandenburg kennt wie jedes Bundesland drei grundsätzliche Zugänge zur Jagd. Der Begehungsschein erlaubt Ihnen, zeitlich begrenzt in einem fremden Revier mitzujagen, ohne selbst Pächter zu sein – ideal, um erste Erfahrungen zu sammeln. Die Jagdpacht überträgt Ihnen die volle Verantwortung für ein Revier, meist über einen mehrjährigen Vertrag mit einer Jagdgenossenschaft oder einem privaten Eigentümer. Die Eigenjagd schließlich verbindet Grundbesitz mit einem eigenen Jagdrecht und eignet sich vor allem für alle, die langfristig in Fläche investieren möchten. In einem so ländlich geprägten Bundesland wie Brandenburg sind alle drei Wege real und regelmäßig vertreten.
Wo in Brandenburg sind Jagdmöglichkeiten am ehesten zu finden?
Brandenburg ist eines der am dünnsten besiedelten Flächenländer Deutschlands, was sich direkt auf das Jagdangebot auswirkt: Reviere gibt es praktisch überall, von den Wäldern der Schorfheide bis zu den Flusslandschaften des Oderbruchs. Besonders in der Uckermark und in der Prignitz, wo große zusammenhängende Wald- und Feldflächen dominieren, wechseln Reviere und Begehungsscheine regelmäßig. Im Spreewald sorgt die kleinteilige Wasserlandschaft für ein eigenes Jagdprofil mit besonderen Anforderungen an die Erreichbarkeit. Wer auch Landkreise abseits der Metropolregion Berlin wie den Landkreis Elbe-Elster in Betracht zieht, hat gute Aussichten auf ein passendes Angebot.
Was kostet eine Jagdgelegenheit in Brandenburg?
Wie viel eine Jagdgelegenheit in Brandenburg kostet, hängt stark davon ab, welchen der drei Wege Sie wählen und welches Revier dahintersteht. Bei einem Begehungsschein einigen Sie sich direkt mit dem Revierinhaber, bei einer Jagdpacht tragen Sie die laufenden Kosten des Reviers, und bei einer Eigenjagd zahlen Sie den Kaufpreis der Fläche. Entscheidend für die Höhe sind meist Wildbestand, Waldanteil und Erreichbarkeit sowie der Zustand vorhandener Ansitzeinrichtungen. Auch die im Vertrag festgelegte Wildschadensregelung spielt eine Rolle, da sie bestimmt, wer bei Schäden an landwirtschaftlichen Flächen haftet. Verlässliche Zahlen liefert immer erst das jeweilige Inserat.
Wie fange ich die Suche in Brandenburg am besten an?
Legen Sie zunächst fest, welcher der drei Wege realistisch zu Ihrer Zeit und Ihrem Budget passt, und wählen Sie dann gezielt ein bis zwei Regionen aus, statt das gesamte Bundesland gleichzeitig zu durchsuchen. Da Brandenburg großflächig, aber dünn besiedelt ist, lohnt sich neben der Online-Suche auf Waidscout besonders der Kontakt zu Jagdgenossenschaften, Forstämtern und der Kreisgruppe des Landesjagdverband Brandenburg e.V. vor Ort. Wer Kontakte zu ansässigen Jägern knüpft, erfährt oft früher von einer Gelegenheit als über eine Anzeige. Formulieren Sie Ihre Anfrage konkret, mit Angaben zu Erfahrung, verfügbarer Zeit und dem Interesse an der jeweiligen Region.

Jagen in Brandenburg: Regionen im Überblick

Brandenburg ist mit seiner geringen Bevölkerungsdichte eines der jagdlich vielfältigsten Bundesländer Deutschlands: ausgedehnte Kiefernwälder, weite Seenlandschaften, Flussniederungen und landwirtschaftlich geprägte Ebenen wechseln sich auf engem Raum ab. Wer eine Jagdgelegenheit sucht, kann zwischen Begehungsschein, Jagdpacht und Eigenjagd wählen, je nachdem, wie viel Verantwortung, Zeit und Kapital investiert werden sollen. Die Nähe zu Berlin sorgt in einigen Regionen für spürbare Nachfrage, während weite Teile des Landes noch vergleichsweise ruhig und für Neueinsteiger zugänglich sind. Für viele Berufstätige aus der Metropolregion Berlin ist Brandenburg deshalb die naheliegendste Wahl, wenn sie erstmals eine eigene Jagdgelegenheit suchen.

Wer neu in die brandenburgische Jagd einsteigt, profitiert von der vergleichsweise offenen Struktur vieler Jagdgenossenschaften, die oft aktiv nach zuverlässigen Mitjägern oder Pächtern suchen. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. und seine Kreisgruppen sind gute erste Anlaufstellen, ebenso Forstämter und örtliche Jagdvereine, die die Gegebenheiten vor Ort am besten kennen. Weil viele Reviere über persönliche Empfehlung statt über öffentliche Ausschreibung den Inhaber wechseln, lohnt sich Geduld und der Aufbau echter Kontakte in der Zielregion, bevor man sich auf eine konkrete Suche festlegt. Wer sich zusätzlich in der Jägerschaft engagiert, etwa bei gemeinschaftlichen Drückjagden, wird schneller Teil dieser Netzwerke.

Uckermark

Die Uckermark im Nordosten Brandenburgs gilt als eine der waldreichsten und wildreichsten Regionen des Landes, geprägt von Seen, Endmoränen und ausgedehnten Mischwäldern. Rotwild, Rehwild und Schwarzwild sind hier durchgängig vertreten, in den offeneren Feldlagen auch Niederwild wie Hase und Fasan. Die geringe Bevölkerungsdichte hält die Konkurrenz um Reviere moderater als in stadtnahen Regionen, auch wenn die Uckermark bei Berliner Jägern durchaus bekannt ist. Im Landkreis Uckermark wechseln sowohl Begehungsscheine als auch ganze Pachtreviere regelmäßig den Inhaber, gerade weil viele Flächen zu großen, dünn besiedelten Jagdgenossenschaften gehören.

Prignitz

Die Prignitz im Nordwesten Brandenburgs ist geprägt von weiten Elbniederungen, Wiesen und eingestreuten Wäldern, was sie zu einer der ergiebigsten Regionen für Niederwild und Wasserwild im Land macht. Rehwild und Schwarzwild kommen ebenfalls regelmäßig vor, besonders in den waldreicheren östlichen Teilen. Die dünne Besiedlung und die Entfernung zu Berlin halten die Nachfrage nach Revieren vergleichsweise gering, was Neueinsteigern gute Chancen eröffnet. Im Landkreis Prignitz sind sowohl Begehungsscheine als auch Pachtreviere häufiger verfügbar als in den städtischeren Landesteilen im Süden Brandenburgs.

Fläming

Der Fläming im Süden Brandenburgs ist eine sanft hügelige Endmoränenlandschaft mit ausgedehnten Kiefern- und Mischwäldern, durchzogen von Sandflächen und kleineren Feldern. Rehwild und Schwarzwild prägen die Reviere, in den offeneren Bereichen kommt auch Niederwild vor. Weil der Fläming touristisch weniger erschlossen ist als die Seenlandschaften weiter nördlich, bleibt die Nachfrage nach Jagdgelegenheiten hier überschaubar. Die Nähe zu Berlin und Potsdam macht die nördlichen Ausläufer des Flämings dennoch zunehmend gefragt, während die südlicheren, ruhigeren Bereiche noch gute Chancen für Einsteiger bieten.

Spreewald

Der Spreewald südöstlich von Berlin ist geprägt von einem einzigartigen Geflecht aus Wasserläufen, Auwäldern und Wiesen, das eine besondere Mischung aus Wasserwild, Rehwild und Schwarzwild trägt. Die Bejagung ist hier anspruchsvoller als in geschlossenen Waldrevieren, weil sich viele Flächen nur zu Fuß oder mit dem Kahn erreichen lassen. Gerade diese Besonderheit hält die Konkurrenz um Reviere im Spreewald moderater, als man angesichts der Nähe zu Berlin erwarten würde. Wer Erfahrung mit Wasserwild und feuchten Revieren mitbringt, findet im Spreewald eine der eigenständigsten Jagdlandschaften Brandenburgs.

Schorfheide

Die Schorfheide nordöstlich von Berlin gehört zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Brandenburgs und ist bekannt für ihren starken Rotwild- und Schwarzwildbestand. Auch Damwild kommt hier vor, was die Region für Jäger interessant macht, die eine größere Bandbreite an Schalenwild bejagen möchten. Wegen der Nähe zu Berlin ist die Nachfrage nach Revieren in der Schorfheide spürbar höher als in entlegeneren Landesteilen, weshalb sich frühzeitige Kontakte besonders auszahlen. Wer eine der traditionsreichsten Jagdlandschaften Ostdeutschlands sucht und bereit ist, sich um einen Platz zu bemühen, wird in der Schorfheide fündig.

Oderbruch

Das Oderbruch entlang der polnischen Grenze ist eine der flachsten und fruchtbarsten Landschaften Brandenburgs, geprägt von Poldern, Gräben und weiten Ackerflächen. Diese Struktur macht die Region zu einem Schwerpunkt für Niederwild und Wasserwild, während Rehwild und Schwarzwild sich vor allem in den wenigen verbliebenen Gehölzstreifen konzentrieren. Wegen der Randlage abseits der großen Städte ist die Nachfrage nach Revieren im Oderbruch überschaubar, was gerade Einsteigern Chancen eröffnet. Wer eine offene, wasserreiche Feldlandschaft mit besonderem Charakter sucht, findet im Oderbruch eine der eigenwilligsten Jagdregionen Brandenburgs. Auch der benachbarte Landkreis Oberhavel im Norden Brandenburgs bietet eine ähnliche Mischung aus Wasser, Feld und kleineren Waldstücken.

So gehen Sie am besten vor

Wer in Brandenburg eine Jagdgelegenheit sucht, sollte angesichts der Größe des Bundeslandes zunächst zwei oder drei Regionen auswählen, die zu den bevorzugten Wildarten und zur gewünschten Landschaft passen. Der Kontakt zur örtlichen Kreisgruppe des Landesjagdverbands, zu Jagdgenossenschaften und zu Forstämtern liefert oft frühere Hinweise auf freie Gelegenheiten als eine reine Online-Suche. Weil viele Reviere in Brandenburg über persönliche Netzwerke wechseln, zahlt sich Präsenz vor Ort aus, etwa bei Hegeschauen oder gemeinschaftlichen Ansitzen in der Zielregion. Formulieren Sie Ihre Anfrage konkret und ehrlich, statt eine allgemeine Nachricht an viele Reviere gleichzeitig zu schicken. Aktuelle Begehungsscheine, Jagdpachten und Eigenjagden aus ganz Brandenburg finden Sie gebündelt in den Angeboten auf Waidscout.

Bundesweit: Alle Jagdgelegenheiten in Deutschland.

Ausführlicher im Ratgeber: Begehungsschein: der Einstieg für Jungjäger · Wildschadensersatz: wofür Pächter haften

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