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Jagdreviere pachten in Brandenburg

In Brandenburg wechseln jedes Jahr zahlreiche Reviere den Pächter – meist über Jagdgenossenschaften, seltener über private Eigenjagdbesitzer. Was aktuell an Pachtrevieren frei ist, listen wir direkt unten auf.

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Häufige Fragen zu Jagdpacht in Brandenburg

Wie finde ich ein freies Jagdrevier in Brandenburg?
In Brandenburg laufen die meisten Pachtwechsel über die Jagdgenossenschaften, die die gemeinschaftlichen Jagdbezirke verwalten und bei Bedarf einen neuen Pächter suchen. Private Eigenjagdbesitzer treten seltener in Erscheinung, sind aber gerade in den waldreicheren Regionen ebenfalls eine Quelle für freie Reviere. Weil kaum ein Wechsel breit beworben wird, lohnt sich der direkte Draht zur Kreisgruppe des Landesjagdverband Brandenburg e.V., zu Forstämtern und zu Jägern, die bereits vor Ort ansässig sind. Wer zusätzlich regelmäßig die Angebote auf Waidscout verfolgt und bereit ist, auch entlegenere Landkreise in Betracht zu ziehen, findet in der Regel schneller ein passendes Revier.
In welchen Regionen werden in Brandenburg Reviere frei?
Reviere werden in Brandenburg vor allem dort frei, wo viele kleinere Jagdgenossenschaften nebeneinander bestehen, etwa in der Uckermark, in der Prignitz oder im Fläming. Auch im Oderbruch, wo besondere Anforderungen an die Bejagung von Wasser- und Niederwild bestehen, kommt es regelmäßig zu Pächterwechseln. In der Schorfheide und im Spreewald ist die Nachfrage wegen der Nähe zu Berlin spürbar höher, weshalb sich freie Reviere dort schneller wieder füllen. Wer auch ländlichere Landkreise wie den Landkreis Elbe-Elster oder den Landkreis Oberhavel in Betracht zieht, hat insgesamt bessere Aussichten.
Was macht ein Revier teuer oder günstig?
Der entscheidende Faktor für den Preis eines Reviers ist der Wildbestand: Reviere mit gutem Rotwild-, Rehwild- oder Schwarzwildvorkommen sind gefragter als reine Niederwildflächen. Auch der Waldanteil im Verhältnis zur offenen Fläche spielt eine Rolle, ebenso die Erreichbarkeit über das Jahr hinweg, gerade in wasserreichen Regionen wie dem Spreewald oder dem Oderbruch. Der Zustand vorhandener Ansitzeinrichtungen und Wege beeinflusst den Preis zusätzlich. Nicht zuletzt wirkt sich die im Vertrag festgelegte Wildschadensregelung aus, weil sie bestimmt, wer bei Schäden an landwirtschaftlichen Flächen haftet. Die tatsächliche Pachtsumme steht immer im jeweiligen Inserat.
Was sollte in einer ersten Anfrage stehen?
Nennen Sie in Ihrer ersten Anfrage konkret, seit wann Sie den Jagdschein besitzen und welche Erfahrung Sie bislang gesammelt haben, etwa mit Rotwild, Schwarzwild oder Wasserwild. Beschreiben Sie ehrlich, wie viel Zeit Sie realistisch für das Revier aufbringen können, gerade bei den oft großflächigen Revieren Brandenburgs. Erwähnen Sie außerdem, ob Sie bereits Mitglied einer Jagdgemeinschaft waren oder ein Revier mitbetreut haben. Eine Anfrage, die erkennbar für dieses eine Revier geschrieben wurde und nicht wahllos an mehrere Jagdgenossenschaften gleichzeitig geht, hinterlässt einen deutlich besseren Eindruck. Ein kurzer Hinweis, warum gerade diese Region für Sie interessant ist, rundet die Anfrage ab.

Wo Sie in Brandenburg ein Revier pachten können

Eine Jagdpacht in Brandenburg bedeutet meist die Übernahme eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks von einer Jagdgenossenschaft, seltener eines privaten Eigenjagdreviers. Wegen der geringen Bevölkerungsdichte und der großen Flächenausdehnung des Landes sind viele Reviere hier größer zugeschnitten als in dichter besiedelten Bundesländern, was sowohl Chancen als auch höhere Anforderungen an Zeit und Organisation mit sich bringt. Von den dichten Kiefernwäldern der Schorfheide bis zu den offenen Flusslandschaften des Oderbruchs bietet Brandenburg eine ungewöhnlich große Bandbreite an Pachtrevieren. Wer bereit ist, sich auf diese Größenordnung einzulassen, findet in Brandenburg oft mehr Gestaltungsspielraum als in kleinteiligeren Bundesländern.

Anders als in dicht besiedelten Bundesländern läuft die Suche nach einem Pachtrevier in Brandenburg selten über anonyme Ausschreibungen. Jagdgenossenschaften bevorzugen meist Bewerber, die sie über Empfehlung oder aus der Region kennen, weshalb der persönliche Kontakt zur Kreisgruppe des Landesjagdverbands Brandenburg e.V. und zu ansässigen Jägern besonders wichtig ist. Wer sich für eine bestimmte Region entscheidet, sollte dort gezielt an Hegeschauen, Versammlungen oder gemeinschaftlichen Ansitzen teilnehmen, denn genau in diesem Umfeld entstehen die Kontakte, die später zu einem Pachtangebot führen. Geduld zahlt sich hier stärker aus als eine breit gestreute Suche.

Uckermark

Die Uckermark im Nordosten Brandenburgs ist eine der waldreichsten und wildreichsten Regionen des Landes, mit starkem Rotwild-, Rehwild- und Schwarzwildbestand. Weil viele Reviere hier zu großen Jagdgenossenschaften mit ausgedehnten Flächen gehören, ist die Auswahl an Pachtrevieren vergleichsweise breit, auch wenn die Distanzen zwischen den Teilflächen erheblich sein können. Im Landkreis Uckermark wechseln Reviere regelmäßig den Pächter, oft im Zusammenhang mit einem Generationswechsel innerhalb der Jagdgenossenschaft. Wer bereit ist, für ein großes, wildreiches Revier auch längere Anfahrten in Kauf zu nehmen, findet in der Uckermark attraktive Möglichkeiten.

Prignitz

Die Prignitz mit ihren weiten Elbniederungen bietet ausgezeichnete Bedingungen für Niederwild- und Wasserwildreviere, ergänzt um Rehwild und Schwarzwild in den waldreicheren Teilen. Weil die Region dünner besiedelt und weniger bekannt ist als die Seenlandschaften weiter östlich, bleibt die Nachfrage nach Pachtrevieren hier moderat. Im Landkreis Prignitz wechseln kleinere Reviere gelegentlich den Pächter, oft wenn ein langjähriger Inhaber altersbedingt aufhört. Wer eine Pacht mit Schwerpunkt auf Niederwild oder Wasserwild sucht und bereit ist, auch abseits der bekannteren Adressen zu suchen, findet in der Prignitz gute Chancen.

Fläming

Der Fläming im Süden Brandenburgs ist eine hügelige Endmoränenlandschaft mit ausgedehnten Kiefern- und Mischwäldern, in denen Rehwild und Schwarzwild dominieren. Weil die Region touristisch weniger erschlossen ist als die Seenlandschaften weiter nördlich, bleibt die Konkurrenz um Pachtreviere hier überschaubar. Die Nähe zu Berlin und Potsdam macht die nördlichen Ausläufer des Flämings zunehmend gefragt, während die ruhigeren südlichen Bereiche noch gute Chancen für Einsteiger bieten. Reviere im Fläming sind oft kleinteiliger zugeschnitten, was sie auch für Pächter interessant macht, die eine Pacht neben dem Beruf verantworten möchten.

Spreewald

Der Spreewald südöstlich von Berlin verlangt mit seinem Geflecht aus Wasserläufen, Auwäldern und Wiesen eine besondere Art der Reviernutzung, oft nur zu Fuß oder mit dem Kahn erreichbar. Diese Besonderheit hält die Konkurrenz um Pachtreviere hier moderater, als man angesichts der Nähe zu Berlin erwarten würde. Wasserwild spielt eine größere Rolle als in den meisten anderen Regionen Brandenburgs, ergänzt um Rehwild und Schwarzwild in den trockeneren Randbereichen. Wer Erfahrung mit feuchten Revieren mitbringt oder bereit ist, sich darauf einzustellen, findet im Spreewald eine der eigenständigsten Pachtregionen des Landes.

Schorfheide

Die Schorfheide nordöstlich von Berlin gehört zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Brandenburgs, bekannt für ihren starken Rotwild- und Schwarzwildbestand sowie vereinzeltes Damwild. Wegen der Nähe zu Berlin ist die Nachfrage nach Pachtrevieren hier deutlich höher als in entlegeneren Landesteilen, weshalb freie Reviere selten lange ausgeschrieben bleiben. Wer sich für die Schorfheide interessiert, sollte frühzeitig Kontakte zur örtlichen Jagdgenossenschaft aufbauen und Erfahrung mit Rotwild vorweisen können, da dessen Bejagung besonderes Fachwissen erfordert. Reviere hier sind oft größer zugeschnitten, was langfristige Planung und entsprechende Zeitreserven voraussetzt.

Oderbruch

Das Oderbruch entlang der polnischen Grenze ist geprägt von Poldern, Gräben und weiten Ackerflächen, eine Struktur, die besonders gute Bedingungen für Niederwild- und Wasserwildpacht bietet. Rehwild und Schwarzwild konzentrieren sich vor allem in den wenigen verbliebenen Gehölzstreifen. Die Randlage abseits der großen Städte hält die Nachfrage nach Pachtrevieren überschaubar, was gerade Einsteigern Chancen eröffnet. Auch der benachbarte Landkreis Oberhavel bietet eine ähnliche Mischung aus Wasser, Feld und kleineren Waldstücken, in der Jagdgenossenschaften regelmäßig neue Pächter aufnehmen.

So gehen Sie am besten vor

Wer in Brandenburg ein Pachtrevier sucht, profitiert von der Größe des Landes: Es lohnt sich, mehrere Regionen gleichzeitig im Blick zu behalten, statt sich zu früh auf eine einzige festzulegen. Am schnellsten kommen Sie über die örtliche Jagdgenossenschaft, die Kreisgruppe des Landesjagdverbands oder über Jäger voran, die bereits ein Revier in der Zielregion führen. Zeigen Sie in ersten Gesprächen, dass Sie die Besonderheiten der jeweiligen Landschaft kennen, etwa die Wasserlagen des Spreewalds oder die Weite der Uckermark, statt eine austauschbare Standardanfrage zu verschicken. Wer offen für ein größeres, gemeinschaftlich geführtes Revier ist, findet in Brandenburg oft eher eine Gelegenheit als bei der Suche nach einem kleinen Einzelrevier. Freie Pachtreviere aus ganz Brandenburg sind auf Waidscout gesammelt und lassen sich direkt filtern.

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Ausführlicher im Ratgeber: Wildschadensersatz: wofür Pächter haften · Jagdbezirksgrenzen und die Wirksamkeit des Pachtvertrags

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