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Begehungsschein22. Oktober 2026

Begehungsschein-Vordruck: was hinein muss – Checkliste für Revierinhaber

Wer einen Begehungsschein vergeben will, sucht oft nach einem Muster. Die Vordrucke zum Begehungsschein für die Jagd unterscheiden sich je nach Land und Verband, die Grundangaben sind aber überall ähnlich. Hier steht, was in jeden Schein gehört und was Sie als Revierinhaber zusätzlich regeln sollten. Ein fertiges Formular geben wir bewusst nicht wieder.

Vordrucke für den Begehungsschein: wo Sie sie bekommen

Viele Landesjagdverbände und manche untere Jagdbehörden stellen ein Begehungsschein-Muster zur Verfügung, häufig als Formular zum Download. Solche amtlichen Vordrucke berücksichtigen das jeweilige Landesrecht, zum Beispiel Meldepflichten für entgeltliche Scheine. Fragen Sie dort nach, bevor Sie eine Vorlage aus dem Internet verwenden.

Einen Begehungsschein blanko, also vorab unterschrieben und ohne Namen, sollten Sie nie herausgeben. Sie verlieren damit die Kontrolle darüber, wer in Ihrem Revier jagt. Stellen Sie jeden Schein auf eine bestimmte Person aus.

Ein Muster ist nur der Ausgangspunkt. Passen Sie es an Ihr Revier an: Streichen Sie Absätze, die nicht zutreffen, und ergänzen Sie Besonderheiten wie Sperrzeiten bei Gesellschaftsjagden, Betretungsverbote für Teile des Reviers oder Vorgaben zu Kirrung und Fütterung. Lassen Sie einen selbst entworfenen Vordruck einmal von der Jagdbehörde oder einem Rechtsanwalt prüfen, bevor Sie ihn mehrfach verwenden.

Checkliste: Was in den Begehungsschein gehört

Diese Angaben sind in der Praxis üblich oder dringend zu empfehlen:

  1. Revierinhaber: Name, Anschrift, Jagdscheinnummer; bei Pächtern Bezeichnung des Jagdbezirks
  2. Inhaber des Scheins: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Nummer und Ablaufdatum des Jagdscheins
  3. Reviergrenzen: Karte oder genaue Beschreibung des Bereichs, in dem die Jagd erlaubt ist
  4. Gültigkeit: Beginn, Ende, gegebenenfalls Verlängerung
  5. Wildarten und Abschuss: erlaubte Arten, Stückzahl, Geschlechter, Schonzeiten
  6. Entgelt: entgeltlich oder unentgeltlich, Höhe, Zahlungsweise, Wildbretregelung
  7. Pflichten: Mithilfe, Hegebeitrag, Wildschadensbeteiligung, Meldung der Strecke
  8. Unterschriften: Ort, Datum, Unterschrift beider Seiten

Versicherung, Meldung und Dokumentation

Der Begehungsschein-Inhaber braucht eine gültige Jagdhaftpflichtversicherung. Lassen Sie sich den Nachweis zeigen und notieren Sie die Versicherung im Schein. Prüfen Sie auch Ihre eigene Versicherung: Manche Policen decken Gäste nur mit Einschränkungen.

Ob ein entgeltlicher Begehungsschein der Jagdbehörde gemeldet oder von ihr genehmigt werden muss, regeln die Länder unterschiedlich. Fragen Sie bei der unteren Jagdbehörde nach. Als Pächter beachten Sie zusätzlich den Pachtvertrag, der das Vergeben von Scheinen einschränken oder von Zustimmung des Verpächters abhängig machen kann.

Auch ohne Pflicht lohnt sich die Mühe: Ein sauber geführter Vorgang schützt Sie, wenn Behörde, Verpächter oder Jagdnachbar später nach Berechtigung, Umfang oder Abschüssen fragen. Bewahren Sie die Unterlagen mindestens für die Dauer der Pacht und einige Jahre darüber hinaus auf.

Dokumentieren Sie zuverlässig:

Nach der Ausstellung

Besprechen Sie außerdem, wie der Schein enden kann. Üblich ist eine Kündigung aus wichtigem Grund, etwa bei Verstößen gegen Sicherheitsregeln oder bei Verlust des Jagdscheins. Halten Sie fest, dass der Schein dann sofort erlischt und der Inhaber ihn zurückgibt.

Besprechen Sie vor der ersten Jagd außerdem das Revier: Grenzen, Gefahrenstellen, Ansitzeinrichtungen und Ansprechpartner. Wer den Schein ohne Einweisung herausgibt, trägt ein höheres Risiko. Wie Sie den Preis ansetzen, lesen Sie in Was kostet ein Begehungsschein?. Hinweise zum Hegebeitrag finden Sie in Hegebeitrag als Falle beim Begehungsschein.

Wer Jäger sucht, kann auf Waidscout ein Angebot erstellen: Begehungsschein vergeben.

Häufige Fragen

Gibt es einen offiziellen Vordruck für den Begehungsschein?

Einen bundeseinheitlichen Vordruck gibt es nicht. Viele Landesjagdverbände und Jagdbehörden stellen Vorlagen bereit, die zum Landesrecht passen.

Muss ein Begehungsschein schriftlich sein?

Je nach Landesrecht ist die Schriftform vorgeschrieben, zumindest ist sie dringend zu empfehlen, damit sich Inhalt und Umfang beweisen lassen.

Was passiert, wenn der Inhaber im Revier einen Schaden verursacht?

Dafür sollte die Jagdhaftpflicht des Scheininhabers eintreten. Regeln Sie im Schein, wer einen Wildschaden trägt, und fragen Sie bei Unsicherheit einen Rechtsanwalt.

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