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Begehungsschein15. Oktober 2026

Was kostet ein Begehungsschein? Preise und Kostentreiber

Die Frage „Was kostet ein Begehungsschein?“ lässt sich nur mit einer Spanne beantworten. Die Kosten für einen Begehungsschein setzen sich aus dem Entgelt für den Schein und Nebenkosten zusammen, die im Angebot oft fehlen. Wer verschiedene Angebote vergleicht, sollte deshalb nicht nur auf den Begehungsschein-Preis schauen, sondern auf das Gesamtpaket.

Richtwerte: was ein Begehungsschein kosten kann

Die folgenden Zahlen sind Richtwerte und keine Marktstatistik. Region, Revierqualität und Wildarten verschieben sie stark. Nach Landesrecht kann außerdem eine Meldung oder Genehmigung für entgeltliche Scheine nötig sein.

Art des ScheinsGrobe Spanne pro Jahr
unentgeltlich, mit Mithilfe0 Euro, dafür Arbeitszeit
Niederwild und Rehwildwenige hundert bis etwa 1.000 Euro
Schalenwild mit Schwarzwildhäufig um 1.000 Euro bis im niedrigen vierstelligen Bereich
Rotwild oder Damwildteils deutlich höher, nach Abschuss

Manche Revierinhaber rechnen pro erlegtem Stück ab, andere nehmen eine Pauschale. Beides ist üblich und wirkt sich unterschiedlich auf die Kosten aus: Wer wenig schießt, fährt mit der Abrechnung pro Stück günstiger, wer viel Strecke macht, mit der Pauschale.

Was die Kosten eines Begehungsscheins bestimmt

Mehrere Faktoren treiben den Preis:

Mehr zur Haftung lesen Sie in unserem Beitrag Wildschadensersatz in der Jagdpacht.

Versteckte Kosten

Neben dem Preis für den Schein fallen oft Posten an, die im Angebot nicht stehen:

  1. Hegebeitrag oder Pflichtbeiträge an Hegering und Jagdverband (siehe Hegebeitrag als Falle beim Begehungsschein)
  2. Fahrtkosten zum Revier, besonders bei weiter Entfernung
  3. Versicherung: Jagdhaftpflicht gilt meist für alle Reviere, aber prüfen Sie Ausschlüsse
  4. Kosten für Ansitzeinrichtungen, Kirrmaterial oder Munition
  5. Gebühren der Jagdbehörde, falls der Schein angezeigt werden muss
  6. Kosten für Nachsuche, wenn Hunde und Hundeführer bezahlt werden müssen

So beurteilen Sie ein Angebot

Rechnen Sie das Gesamtpaket durch, nicht den Nominalpreis. Eine Rechnung: Entgelt, plus Nebenkosten, plus Fahrt, geteilt durch die Zahl der Ansitze oder erlegten Stücke, die realistisch sind. Fragen Sie nach Wildbestand, Strecke der letzten Jahre und danach, wie viele Jäger im Revier jagen.

Achten Sie auf Formulierungen, die Kosten nachträglich erhöhen können, etwa „Beteiligung an notwendigen Reviereinrichtungen“ ohne Betrag oder eine Verlängerung, die sich automatisch zu höherem Preis erneuert. Fragen Sie auch, ob der Schein übertragbar ist und ob Sie Jagdgäste mitbringen dürfen. Ein günstiger Schein, der Sie auf wenige Ansitze im Jahr beschränkt, kann pro Jagdtag teurer sein als ein teurerer Schein ohne Einschränkungen. Wer die Kosten pro Jagdtag ausrechnet, vergleicht ehrlich.

Steuerliche oder vertragliche Fragen klären Sie mit Steuerberater oder Rechtsanwalt.

Häufige Fragen

Was kostet ein Begehungsschein im Durchschnitt?

Eine belastbare Durchschnittszahl gibt es nicht. Als Richtwert reicht die Spanne von unentgeltlich bis zu einigen tausend Euro, je nach Wildarten und Revier.

Ist ein Begehungsschein auch kostenlos möglich?

Ja, viele Revierinhaber vergeben unentgeltliche Scheine gegen Mithilfe bei Revierarbeit. Dann zahlen Sie mit Zeit statt mit Geld. Halten Sie Umfang und Art der Mithilfe trotzdem schriftlich fest.

Muss ich einen entgeltlichen Begehungsschein anmelden?

Das regeln die Landesjagdgesetze unterschiedlich. Fragen Sie vor Beginn der Jagd bei der unteren Jagdbehörde nach.

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