Diese Übersicht zeigt aktuelle Drückjagd-Angebote aus Bayern.
Bayern ist mit weitem Abstand das flächengrößte deutsche Bundesland, und kaum eine Zahl auf einer Landkarte unterschätzt das so sehr wie diese eine. Eine Drückjagd im Alpenvorland hat mit einer Drückjagd in der fränkischen Ebene, mehrere hundert Kilometer weiter nördlich, oft wenig gemeinsam außer der Einladung selbst und der Sprache der Ausschreibung.
Der Bayerische Wald im Osten bildet zusammen mit dem angrenzenden Böhmerwald eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas, dicht, hügelig und reich an Rot- und Schwarzwild. Der Oberpfälzer Wald schließt nördlich davon ähnlich waldreich an, während die Fränkische Alb weiter im Norden ein ganz anderes Bild zeigt: eine offene Karstlandschaft mit dünner Bodendecke, Trockenrasen und einzelnen Felskuppen, in der Rehwild und Schwarzwild dominieren. Im Westen reicht der Spessart mit seinen Eichen- und Buchenbeständen bis an die Grenze zu Hessen, und im Süden steigt das Land zum Alpenvorland und weiter zu den Alpen selbst an, wo Steilheit und Höhenlage jede Jagd anders ausfallen lassen als in der Ebene.
Weil Bayern so groß und höhenmäßig so gestaffelt ist, verläuft die Drückjagd-Saison nicht überall gleich. In den Hochlagen des Bayerischen Walds und im Alpenvorland liegt oft bis in den Winter hinein Schnee, und Wild zieht sich in tiefere, wärmere Einstände zurück, was einzelne Termine nach hinten verschiebt. Auf der milderen Fränkischen Alb beginnen die ersten großen Treiben dagegen häufig schon deutlich früher im Herbst. Die Bayerischen Staatsforsten planen ihre großen Jagden in beiden Landesteilen oft schon Monate im Voraus und veröffentlichen sie früh, sodass beliebte Termine schnell vergeben sind.
Eine Drückjagd im Alpenvorland oder im Bayerischen Wald verlangt anderes Schuhwerk als eine auf der Fränkischen Alb: Steile, oft nasse Wege zu den Ständen brauchen festes, knöchelhohes Schuhwerk mit griffiger Sohle, während die offenen Karstflächen der Alb eher robuste, leichte Stiefel erlauben. In den dichten Wäldern reicht die Sicht selten weit, ein Zielfernrohr mit großem Sehfeld und moderater Vergrößerung ist dort praktischer als starke Optik für weite Schussdistanzen. Warme, wetterfeste Kleidung zahlt sich in den höheren Lagen aus, weil sich das Wetter dort schneller dreht als im Flachland.
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